Nach dem reichhaltigen Frühstück mit steinharten Eiern geht es in gewohnten Bahnen: Morgentoilette, Kölsch, Schminken, Kölsch, Anziehen, Kölsch, Kölsch, Käptn, etc. Schon mit ordentlich Betriebstemperatur fährt uns Röbi und Thomas nach Bensberg an den Sammelplatz des Umzugs. Wir haben noch genügend Zeit unsere Ausrüstung zu testen, denn das Wetter lässt zu wünschen übrig. Viele Gugger haben sich Pellerinen angezogen, doch meine Ausrüstung sieht ein solches Plastikteil nicht vor; ich schwitze zu schnell und bin dann pflotschnass. Meine Wahl ist ein zünftiger Heli Hansen darunter; ich wurde nie nass und hatte angenehm warm bei diesem Sauwetter. Mit den Umzügen ist es bei mir so eine Sache: Geniessen kann ich es eigentlich nie so recht, ich ertrage es erst mit ein paar Näpsli, vorzugsweise – ach ist nicht so wichtig. Ist der Pegel erreicht, laufe ich wie ein Duracell Häschchen und rufe hin und wieder «Rhythmus». Freudige Erregung macht sich auch bei Fabian breit, wenn er den Endlosen anstimmen darf. «Mir sind alles Fründe», seine entrückenden Worte. Nach dem Auftritt im Heerlager, haben wir kurz Zeit uns im Hotel umzuziehen und uns für die Nacht der Nächte bereitzumachen. Aufstellung hinter der Bühne – Vorhang auf und los geht’s mit unserem ersten Auftritt. Sofort fällt mir auf, dass der Saal schon gut gefüllt ist, keine Spur von Lückenfüllerauftrittsgefühl. Wir sind sofort mittendrin, und das als Vorgruppe von Cat Ballou!! Ach ja, gestern im Gürzenich waren wir Vorgruppe von Brings. Unser Auftritt hat mir sehr gefallen, ich suche mir ein Plätzchen um die Band gut zu sehen. Von oben ist es hier am besten, die tiefe Bühne mit den erhöhten Publikumsrängen ist einzigartig und bietet eine geile Akustik. So auch bei Cat Ballou, Et jiebt keen Woot und Liebe deine Stadt sind meine Hits. Zum zweiten Auftritt, unserem Heimspiel machen wir uns vor der Bühne für den Einmarsch bereit. Wie immer geben wir unser Bestes und geniessen es heuer einen zweiten Auftritt zu haben. Ich hoffe doch sehr, dass die KG weiss, was sie an uns hat. Nach dem Geschenketausch spielen wir noch unseren Schluss und stürzen uns anschliessend ins Getümmel – Schade fehlen die Polen!

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